Das ideale Baugrundstück für Ihr neues Haus

Das ideale Baugrundstück für Ihr neues Haus

Das Baugrundstück für Ihr neues Haus muss besonders sorgfältig ausgewählt werden. Zahlreiche Faktoren entscheiden darüber, ob Ihr Baugrundstück für Ihr Bauvorhaben und Ihr Leben passend ist. Mit unserem Ratgebertext wollen wir Ihnen heute einige Denkanstöße geben und Sie mit den Informationen versorgen, die für die richtige Grundstückswahl wichtig sind.

Mit dem Baugrundstück steht und fällt Ihr Hausbauprojekt. Eine genaue Prüfung aller wichtigen Aspekte ist wichtig. Klären Sie deshalb diese Punkte, bevor Sie sich für den Grundstückskauf entscheiden. Wenn der Verkäufer nicht alle Informationen weiß oder dokumentieren kann, hilft Ihnen die zuständige Gemeindeverwaltung.

Wie findet man passende Grundstücksangebote?

Die Suche nach einem geeigneten Baugrundstück kann einige Wochen bis Monate dauern. In manchen Regionen Deutschlands ist die Grundstückssuche mit erheblichem Zeitaufwand verbunden, in anderen Regionen hat man eine reiche Auswahl. Gerecht ist das nicht, aber nicht zu ändern. Gehen Sie strategisch und intelligent vor:

  • Erste Anlaufstelle ist Ihr Bauberater von Schäfer Fertighaus. Wir kennen uns vor Ort aus und haben sehr gute Grundstücke an der Hand.
  • Die Immobilienportale (Immoscout, Immowelt, etc.) bieten immer eine Grundstücksauswahl.
  • Die Lokalzeitung am Wunschort, nicht vergessen, dass es auch kostenlose Wochenblätter gibt.
  • In den lokalen Geschäften kann man eine Suchanzeige aufhängen, wenn die Geschäfte das erlauben.
  • Gehen Sie in Gaststätten und zum Friseur. Dort weiß man gut, was lokal passiert.
  • Auf der Internetseite der Wunsch-Gemeinde gibt es Infos zu Baugebieten.
  • Bei Banken und Sparkassen nachfragen.
  • Studieren Sie auch die Hausanzeigen. Dort werden jetzt oft Häuser aus den 50er bis 70er Jahren verkauft. Es kann Sinn machen, so ein Haus abzureißen und ein neues Haus zu bauen.

Das Grundstück selbst

Man zeigt Ihnen ein Grundstück und alles sieht gut aus. Doch denken Sie daran, dass Sie nur die mehr oder weniger stark bewachsene Oberfläche sehen. Um sich entscheiden zu können, brauchen Sie weitere Informationen:

  • Wie ist der Untergrund beschaffen?
  • Gibt es Besonderheiten, die zu höheren Baukosten führen könnten – beispielsweise schwierige Erreichbarkeit oder schwerer Lehmboden?
  • Welche Tragfähigkeit hat der Boden?
  • Gibt es bereits ein Bodengutachten oder muss dieses neu angefertigt werden?
  • Wie wurde das Grundstück früher genutzt?
  • Wenn Bäume vorhanden sind: Gibt es eine Baumschutzsatzung? Wie stark beschattet ist das Grundstück?
  • Haben Nachbarn nah an der Grundstücksgrenze gebaut?
  • Hat das Grundstück eine Hanglage? Das kann erwünscht sein, bedeutet aber beim Bau einen höheren Aufwand.

Lasten und Rechte

Schauen Sie auf jeden Fall bereits am Anfang möglicher Verhandlungen in das Grundbuch. Lassen Sie sich dafür einen aktuellen Grundbuchauszug geben. Wenn es eingetragene Lasten gibt, sollten Sie das wissen. Nur so können Sie abwägen, ob diese Lasten Sie stören.

  • Grundbuchauszug einsehen.
  • Wer ist als Eigentümer eingetragen? Ist diese Person identisch mit dem Verkäufer?
  • Welche Grundschulden sind in Abteilung III des Grundbuchs eingetragen, gibt es Dienstbarkeiten, die in Abteilung II eingetragen sind?
  • Wann werden bestehende Kredite im Grundbuch gelöscht?
  • Hat die Gemeinde ein Vorkaufsrecht für das Grundstück?
  • Bestehen Baulasten oder ist das Grundstück lastenfrei? (Das können Stromhäuschen, Erdkabel oder etwas anders sein)
  • Besteht ein Erbbaurecht?

Nutzung des Grundstücks

Nicht jedes Grundstück passt zu jedem Haus. Ist das Grundstück zu schmal, müsste man sich beim Hausentwurf darauf einstellen und Kompromisse eingehen. Ist das Grundstück dagegen breit und nicht sehr tief, muss man sich bauseitig dann auch anpassen. Schräg geschnittene Grundstücke stören manchen Käufer. Wichtig ist es auch, auf die umgebenden Grundstücke zu achten. Wenn die Grundstücke nicht in etwa zeitgleich bebaut werden, wohnt man möglicherweise über einige Jahre in einem aktiven Baugebiet mit entsprechendem Baulärm.

  • Welche Grenzabstände müssen beachtet werden?
  • Wurden die Grenzabstände von möglichen Nachbarn beachtet?
  • Welche Hausgröße passt unter Beachtung der Grenzabstände auf das Grundstück?
  • Rechnen Sie hier auch Platz für den Carport oder die Garage ein.
  • Was darf in der direkten Umgebung gebaut werden? Liegt das Grundstück in einem reinen Wohngebiet oder handelt es sich um ein Gewerbe- oder Mischgebiet?
  • Wenn hinter dem Grundstück ein Feld liegt: Kann dieses Feld zum Baugebiet werden?
  • Wenn um das Grundstück herum weitere freie Grundstücke liegen: wann ist deren Verkauf geplant?
  • Ist eine teilgewerbliche Nutzung erlaubt?
  • Wann kann mit dem Bau begonnen werden?
  • Bis wann soll der Bau abgeschlossen sein? (Bei Neubaugebieten kann es dafür Vorschriften geben)

Vorgaben für die Bebauung

Je nach Gemeinde gibt es mehr oder weniger Vorgaben, mit was die Baugrundstücke bebaut werden dürfen. Deshalb ist es wichtig, sich möglichst genaue Informationen vor dem Kauf eines Baugrundstücks einzuholen.

  • Wie sieht das Baufenster für das Grundstück aus?
  • Gibt es einen Bebauungsplan und wenn ja, was sieht er generell hinsichtlich Nutzung und Gestaltung vor?
  • Wie viele Geschosse sind erlaubt?
  • Wie hoch darf das Haus sein?
  • Gibt es Vorgaben bezüglich der Dachform, der Ziegelfarbe oder des sonstigen Erscheinungsbildes des zu bauenden Hauses?

Lage, Lage, Lage

Die Lage einer Immobilie entscheidet über ihren Wert. Das war früher das Immobiliengesetz. Heute ist die Lage nicht mehr alles, heute kommt es auch auf die Energiewerte des Hauses an. Genauso wichtig ist eine schnelle Internetverbindung. Deshalb ist es ratsam, schon bei der Grundstücksvorauswahl die spätere Internetanbindung zu prüfen.

  • Wie ist die Infrastruktur in der Gegend? (Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Schulen, Kindergarten, Öffentliche Verkehrsmittel, Apotheken, Vereine, Straßenanbindungen)
  • Wie lange fahren Sie vom Grundstück aus zur Arbeit? (Das kann man gut auch mal wochentags ab 8 Uhr morgens testen)
  • Gibt es mögliche Lärmquellen? (Bundesstraße, Autobahn, Bahnverkehr, Einflugschneise, Übungsplatz, Gewerbe, etc.)
  • Gibt es mögliche Geruchsquellen? (Fabriken, Kläranlagen, Landwirtschaft, etc.)
  • Wie schnell ist die Internetanbindung? (welche Anbieter gibt es, wann ist ein Glasfaserausbau geplant?)
  • Befinden sich große Überlandleitungen, Windkraftanlagen oder Funkmasten in der Nähe?
  • Hat das Grundstück eine Straßenfront, oder gleich mehrere?

Kosten

Baugrundstücke sind in vielen Gegenden Deutschlands sehr teuer geworden. So zahlt man in den Vororten von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München heute über 2.000 Euro pro Quadratmeter. Lokale Spitzen übertreffen diese Preise sogar noch deutlich. Wer örtlich ungebunden ist, kann hier richtig sparen. In vielen ländlichen Gemeinden in Norddeutschland gibt es gutes Bauland für unter 30 Euro pro Quadratmeter.

  • Ist der Quadratmeterpreis marktüblich?
  • Ist das Grundstück bereits erschlossen oder muss der Käufer die Erschließung noch vornehmen lassen?
  • Wie hoch ist die Grundsteuer?
  • Gibt es in der Gemeinde eine Straßenausbausatzung? Stehen hier eventuell in naher Zukunft Maßnahmen an? Bestehen Rückstände für die Erneuerung der Straße, die am Grundstück entlangführt?
  • Gibt es Straßenreinigungskosten, die nach Grundstücksmetern abgerechnet werden?
  • Welche Nebenkosten fallen beim Kauf des Grundstücks an? (Grunderwerbssteuer, Makler, Notar, Eintragungsgebühren)

 

Wenn Sie diese Tipps bei der Grundstückssuche mitnehmen und die einzelnen Punkte abhaken können, steht dem baldigen Beginn Ihres Bauprojektes nichts mehr entgegen.

Denken Sie immer daran: Das Wort Immobilie kommt vom lateinischen Wort im-mobilis, was mit “unbeweglich” übersetzt wird. Deshalb ist die richtige und gewissenhafte Auswahl Ihres Baugrundstückes eine Entscheidung, die Ihr ganzes Leben positiv beeinflussen wird. Nehmen Sie sich also die Zeit, die Sie für eine Entscheidung brauchen.

 

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