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Sturmschäden – verschärfte Haftung bei herabstürzenden Bauteilen!

Für Sturmschäden an fremden Rechtsgütern oder Personen, z.B. durch herabfallende Dachziegel oder umstürzende Bäume auf ein parkendes Auto oder Passanten, haftet grundsätzlich die private Haftpflichtversicherung des Haus- bzw. Grundstücksbesitzers.

Galt bisher der Grundsatz, dass die Haftpflichtversicherung bereits bei Beaufort 8 in Anspruch genommen werden konnte, wurde dieser nach einer neueren Entscheidung des OLG Hamm aus dem Jahre 2010 dahingehend aufgeweicht, dass Dächer Windstärken bis Beaufort 12 standhalten müssen.

Sturm
Quelle Bild: Koramic (Wienerberger)

Es ist also vor dem Hintergrund dieser Entscheidung damit zu rechnen, dass private Haftpflichtversicherungen erst bei Sturmschäden ab Beaufort 12 in Anspruch genommen werden können bzw. private Haftpflichtversicherungen eine Schadensübernahme ablehnen.

Das OLG Hamm bemerkte sogar, dass allein schon das Alter eines Daches zur Neueindeckung verpflichten könne.

Die weitere gerichtliche Entwicklung bleibt abzuwarten.

Empfehlenswert ist aber, den Zustand des Bauwerks und des Grundstücks regelmäßig kontrollieren zu lassen. Im Schadensfall kann der Hausbesitzer durch regelmäßig vorgenommene Wartungen und ggfs. durch erfolgte Nachbesserungen durch einen Fachmann nachweisen, dass er seine Sorgfaltspflicht erfüllt hat.


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