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Einbruchschutz – Sicher(n) ist sicher

Insgesamt ist die Zahl der erfassten Wohnungseinbrüche in den letzten zehn Jahren zwar zurückgegangen, aber mit rund 110.000 Einbrüchen pro Jahr ist ihre Zahl immer noch recht hoch.

Immerhin ein Drittel der Einbruchsversuche wird abgebrochen - gerade "Gelegenheitstäter" werden leicht durch Hindernisse abgeschreckt, etwa wenn das Aufbrechen des Fensters länger als ein paar Minuten dauert.

Zu dem Schock, den ein solcher Einbruch verursacht, kommt in der Regel ein nicht unerheblicher materieller und immaterieller Schaden - etwa durch den Verlust von Erinnerungsstücken und ideellen Werten.

Dabei reichen schon einfache Sicherheitsmaßnahmen aus, um sich wirksam gegen Einbrecher zu schützen.

Einbruchs-Irrtümer

„Bei mir gibt’s nichts zu holen, da bricht keiner ein.“
Falsch. Viele Einbrecher sind Gelegenheitstäter. Außerdem schmerzt auch der Verlust ideeller Werte.

„Einbrecher kommen immer nachts.“
Falsch. Ungefähr ein Drittel der Einbrüche wird tagsüber verübt. Einbrecher beobachten sehr genau, wann die Bewohner das Haus verlassen haben.

„Ich bin gut versichert und bekomme alles ersetzt.“
Falsch. Viele Haushalte sind unterversichert. Eine Versicherung kann außerdem keine ideellen Werte ersetzen.

„Von außen sichtbare Alarmanlagen zeigen, dass es hier was zu holen gibt.“
Falsch. Alarmanlagen wirken nachgewiesenermaßen abschreckend.

„Wer einbrechen will, der schafft das auch, wenn ich mein Haus gesichert habe.“
Falsch. Die meisten Einbrecher geben auf, wenn Sie nach wenigen Minuten keinen Erfolg haben.

Bauliche Maßnahmen

  • Türen beim Verlassen des Hauses immer zwei Mal abschließen, Fenster niemals auf Kipp lassen, auch nicht in den oberen Stockwerken und auch, wenn Sie nur kurz raus gehen.
  • Achten Sie auch auf Nebentüren wie Terrassentüren, Balkontüren, Kellertüren oder Verbindungstüren zwischen Garage und Wohnhaus.
  • Lassen Sie einbruchhemmende Türen, Schließzylinder und Fenster einbauen. Achten Sie dabei auf VdS*) -geprüfte Produkte.
  • Auch Kellerfenster und Lichtschächte sollten gesichert werden.
  • Elemente wie Sperrbügel, Hintergreifhaken und Querriegelschlösser bieten zusätzlichen Schutz an Türen und Fenstern.
  • Lärm und Licht schrecken Einbrecher ab - eine Alarmanlage und ein Bewegungsmelder sind deshalb sinnvolle Investitionen.

Verhalten

  • Wertsachen sollten Sie nicht offen herumliegen lassen.
  • Verstecken Sie keine Schlüssel außerhalb der Wohnung - Einbrecher kennen alle Verstecke!
  • Lassen Sie Rollläden nachts herunter und tagsüber wieder herauf. Rollläden sollten gegen das Heraufschieben gesichert sein.
  • Vermeiden Sie Hinweise auf Ihre Abwesenheit (überquellende Briefkästen, dauerhaft heruntergelassene Rollläden).
  • Kündigen Sie Ihren Urlaub nicht im Internet an (z.B. in sozialen Netzwerken).
  • Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn - deren Wachsamkeit ist von unschätzbarem Wert!

*) VdS steht für VdS Schadenverhütung GmbH (VdS = Vertrauen durch Sicherheit). Sie ist eine bauaufsichtlich anerkannte Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle und gehört zum Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).


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